Es ist schon etwas länger her, das ich die Zeit und Ruhe hatte, hier was zu schreiben. Aber manchmal ist das Leben kein Wunschkonzert! (Wo habe ich so einen blöden Satz bloß aufgeschnappt?)
In knapp 29 Stunden stehe ich irgendwo in Thüringen und werde auf den Startschuß warten und zu meinem bisher längsten Lauf starten.Um 6 Uhr morgens ist der Start. Da stellt sich mir die Frage , was schlimmer ist – früh aufstehen oder lange laufen? Wir haben auf jeden Fall einen Shuttlebus vom Hotel bis zum Start, dann bleibt uns zumindest die Wegsuche morgens erspart. Aber mehr über das kommende Wochenende kommt , wenn wir wieder zuhause angekommen sind.
Was ist eigentlich die letzten Wochen läuferisch passiert?
Meinen ersten Streak habe ich nach 58 Tagen abgebrochen, da mein Körper mir doch ziemlich eindeutige Signale geschickt hat , das er eine Pause braucht. Die Umfänge bzw die Häufigkeit des Trainings waren höchstwahrscheinlich doch zu intensiv für eine so kurze Zeit. Naja , für mich steht fest , das es mir grundsätzlich liegt und vorallem auch Spaß macht. Inzwischen erwische ich mich schon mal wieder dabei , wie ich das Training vor mir herschiebe und es so plötzlich schnell 3 Tage Pause werden. Also ist es nur eine Frage der Zeit bis ich wieder das Täglichlaufen praktiziere.Ich lasse es einfach mal auf mich zukommen und schau mal was die nächste Zeit so bringt.
Wie war eigentlich der Düsseldorf-Marathon?
Gut und schön ,aber kommen wir zuerst zum negativen Teil. Da gibt es nur eine Sache , die mir nicht Gefallen hat. Das Wetter! Es war viel zu kalt und stellenweise richtig windig. Ab km 30 fing ich dann leider in meinem nassen Shirt an zu frieren. Viele meinten zwar, es wäre super Wetter gewesen , aber ich laufe seit Beginn an eigentlich lieber , wenn die Sonne richtig knallt und es 30° im Schatten sind. So bin ich kurz vor Schluß das erste Mal eine Sanitätsstation angelaufen und habe mir eine verschlossene Mullbinde zwischen meinen Oberkörper und dem Shirt gepackt,damit es ein bischen angenehmer wird. Alles zusammen genommen war es eine sehr schöne Veranstaltung und auch die Zuschauer waren wieder einmalig. Im Ziel ist wohl diesmal etwas mehr an Getränken und Essen aufgefahren worden, wie im Jahr davor. Auch für die Läufer/innen , die später ins Ziel gekommen sind , gab es von allem noch etwas .
Im Ziel hatte ich das Glück relativ schnell eine angenehme Massage zu bekommen. Ob die Massage danach oder das intensive Trainingdavor ,oder beides zusammen,der Grund dafür waren , das ich nicht den Hauch einer Muskelverspannung hatte, muß ich irgendwann in einigen Selbstversuchen mal rausfinden. Meine Zeit war gut und eigentlich bin ich viel zu schnell unterwegs gewesen. 3h50 und paar sekunden war die Nettozeit. Ob ich dafür bezahlen muß werde ich in 28 h erfahren. Ich hoffe nicht.